24. Mai 2017

Nach der Euro Chlor Konferenz 2017

Herausforderung Quecksilber-Entsorgung: Die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst. Den Vortrag der K+S Entsorgung können Sie sich hier direkt herunterladen.

Die diesjährige Eurochlor-Konferenz stand unter dem Motto: Nachhaltige Chlorproduktion – Der Weg zur kontinuierlichen Verbesserung.

Für die Herstellung von Chlor sind verschiedene Verfahren möglich. Derzeit nutzen noch 20 Anlagen in Europa das sogenannte Amalgamverfahren, bei dem Quecksilber für die Elektrolyse eingesetzt wird. Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall. Vor allem Dämpfe oder organische Quecksilberverbindungen können schwerwiegende Folgen für Mensch und Umwelt haben.

Das Minamata Übereinkommen greift dieses Thema auf. Weltweites Ziel des völkerrechtlichen Vertrags ist die Reduzierung der Verwendung des hochtoxischen Schwermetalls, sowie die Isolation des Quecksilbers aus der Biosphäre. Durch die Ratifizierung der erforderlichen Anzahl von Staaten am 18.5.2017 ist das Abkommen verbindlich. Am 16.08.2017 wird es in Kraft treten.

Auf EU- Ebene fordert die Richtlinie für die Herstellung von Chlor den Einsatz der bestverfügbaren Technik. Daher müssen die Amalgamanlagen umgerüstet oder stillgelegt und rückgebaut werden. Für die dabei entstehenden quecksilberhaltigen Abfallströme empfiehlt die EU Kommission die Untertage-Deponie als nachhaltige Entsorgungslösung.

K+S betreibt zwei Untertage-Deponien. Jerry Steinbach vom Geschäftsbereich Entsorgung präsentierte auf der Eurochlorkonferenz das Konzept der Untertage-Deponie. Was macht diesen langzeitsicheren Weg aus? Die Präsentation hier zum Download.

Wissenswert

Der Name Minamata erinnert an die Minamatakrankheit. Der Chemiekonzern Chisso hatte in den 1950er Jahren große Mengen an quecksilberhaltigem Wasser ins Meer geleitet. 17.000 Menschen erkrankten an Quecksilbervergiftungen, 3.000 Menschen starben an den Folgen.