28. Februar 2017

Die zweimillionste Tonne Salzschlacke

Im Februar stieg die Spannung im niedersächsischen Wunstorf: Welcher Kunde würde die zweimillionste Tonne Salzschlacke zum Recycling in der REKAL-Anlage anliefern? Der entscheidende LKW kam aus Neu-Ulm, von der Oetinger Aluminium NU GmbH.

Oetinger Aluminium NU GmbH liefert Jubiläumsmenge

Der Lieferant für Aluminiumguss-Legierungen und die K+S Gruppe kennen sich schon seit Jahrzehnten. Ursprünglich war Oetinger nur Schmelzsalz-Abnehmer. „Der 1994 geschlossene Vertrag enthielt aber schon eine Passage über eine im Bau befindliche Anlage zum Salzschlacken-Recycling. Und 1995, als die Anlage in Betrieb ging, war Oetinger gleich dabei“, erzählt der Leiter des Bereichs REKAL, Veit Wehmeier.

Zusammen sind die beiden Unternehmen durch Dick und Dünn gegangen, ihre Beziehung bezeichnet Wehmeier als „sehr persönlich und von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Insofern finde ich es besonders schön, dass gerade dieser Kunde uns die Jubiläumsmenge geliefert hat. “

Gerhard Martin, Leiter technischer Einkauf bei Oetinger, freut sich nicht weniger: „Denn ich selbst darf schon seit 30 Jahren Geschäfte mit der K+S tätigen und habe miterlebt, wie sie das Angebot, auch auf Wunsch der Sekundäraluminium-Industrie, peu à peu erweitert haben – bis zum Komplett-Service, den auch wir in Anspruch nehmen.“

Oetinger lässt bei K+S Entsorgung nicht nur seine Salzschlacke recyceln, sondern nutzt den Rundum-Service für die Sekundäraluminium-Industrie. Der schwäbische Mittelständler bezieht sowohl Schmelzsalz als auch Aluminiumgranulat, und er gibt seinen Filterstaub aus der Rauchgasreinigung zur Entsorgung.

Zwei Millionen Tonnen Salzschlacke sind nur schwer vorstellbar. Veit Wehmeier rechnet : „Das sind 80.000 LKW. Das Aluminium, das in der REKAL-Anlage daraus zurückgewonnen wurde, reicht für 1,7 Millionen Motoraggregate oder für die Karosserieteile von 730.000 Neuwagen. Das leichte und korrosionsbeständige Metall kann beliebig oft eingeschmolzen werden – bei gleich bleibender Qualität. Und selbst aus der Schlacke lässt sich noch so viel Aluminium extrahieren, dass sich ein Recycling lohnt.

Die erste Million Tonnen feierte der REKAL-Bereich nach 12 Jahren, „die zweite haben wir etwas schneller geschafft“, berichtet Veit Wehmeier. „Jede Million ist für uns ein Anlass unseren Kunden zu danken, aber auch den Mitarbeitern, die eine solche Kontinuität überhaupt erst ermöglichen.“

Links: Hauptverwaltung der Oetinger-Gruppe in Weißenhorn, Rechts: REKAL-Anlage am Standort Sigmundshall